Die Frage „Was ist das KGV?“ verständlich & einfach erklärt!

KGV steht als Abkürzung für Kurs-Gewinn-Verhältnis und ist eine Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Dabei wird der aktuelle Aktienkurs in Relation zu einem gegebenen oder erwarteten Gewinn je Aktie innerhalb einer bestimmten Zeitspanne gesetzt. Das KGV gibt Aufschluss über die Ertragskraft und -entwicklung eines Unternehmens im Vergleich zu anderen.

1. Formel KGV

Was ist das KGV? | Formel

1.1 Beispielrechnung

Der aktuelle Kurs einer Aktie beträgt 200€. Im letzten Geschäftsjahr ist ein Gewinn von 25€ je Aktie erzielt worden. Es ergibt sich also:

      KGV = \frac{200}{25} = 8

2. Bedeutung und Grenzen des KGV

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sagt aus, wie oft der Gewinn im aktuellen Kurs einer Aktie enthalten ist.  Eine andere Sicht auf das KGV gibt an nach wie vielen Zeiteinheiten, üblicherweise Jahre, der Preis der Aktie vom Gewinn der Aktie erwirtschaftet wird. Dementsprechend gilt ein niedriges KGV als aussichtsreicher im Vergleich zu einem hohen KGV, da der Unternehmensgewinn im Vergleich zum Aktienkurs sehr hoch ausfällt. Somit gibt das KGV Hinweise darauf, ob ein Unternehmen über- oder unterbewertet ist.

Obwohl das KGV zu den meistgenutzten Kennzahlen bei der Aktienbewertung zählt, ist es gleichzeitig eine der umstrittensten. Zu den Grenzen des KGV zählen:

  • Das KGV ist nicht geeignet, um Aussagen über Unternehmen verschiedener Branchen zu treffen.
  • Oftmals beruht das KGV auf Gewinnprognosen, die niemals genau sein können.
  • Gewinne sind rein bilanziell manipulierbar, wodurch das KGV ebenfalls verfälschbar ist.