Die Frage „Was ist der Zinseszinseffekt?“ verständlich & einfach erklärt!

Der Zinseszins (englisch compound interest) beschreibt die Zinsen, die Anleger auf Zinsen erhalten. Werden Zinsbeträge umgehend reinvestiert oder thesauriert kommt es zum Zinseszinseffekt: Das angelegte Kapital wächst schneller, da ausgezahlte Zinsen umgehend wieder verzinst werden.

Der Zinseszinseffekt ist ein einfaches Mittel, Vermögen aufzubauen. Aufgrund seiner Simplizität wird er dennoch oft unterschätzt. Generell sollte der Zinseszinseffekt jedoch unbedingt genutzt werden, um das Geld zu vermehren.

1. Das Prinzip des Zinseszinses

Auf angelegtes Kapital erhalten entfallen in der Regel Zinsen, die der Anlage gutgeschrieben werden. Werden die Zinsen nicht ausgegeben und bleiben in der Anlage, werden sie in der darauffolgenden Zinsperiode zusammen mit dem ursprünglichen Kapital verzinst. Damit wächst das zu verzinsende Kapital und der Anleger erhält dementsprechend mehr Zinserträge als in der vorangegangenen Zinsperiode. Dies führt dazu, dass das Vermögen immer schneller anwächst.

Was ist der Zinseszinseffekt? | Das Prinzip des Zinseszinses

2. Formel Zinseszins

Was ist der Zinseszinseffekt? | Formel Zinseszins

Die Variable p stellt den Zinssatz dar und n bezeichnet die Laufzeit der Verzinsung.

2.1 Beispielrechnung

Werden 5.000€ bei einem Zinssatz von 6% für 5 Jahre fest angelegt, so folgt für die Zinsrechnung:

      Endkapital = 5.000€ \times (1+\frac{6}{100})^{5} = 6.691€

Ohne dem Zinseszinseffekt, also der Verzinsung der Erträge, wären es lediglich 6.500€. Dementsprechend führt der Zinseszinseffekt zu einem zusätzlichen Zuwachs von 191€.