Die Frage „Was ist die Europäische Zentralbank?“ verständlich & einfach erklärt!

Die Europäische Zentralbank (kurz EZB) ist ein Organ der EU und ein wichtiger Teil des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB). Die Gewährleistung der Preisstabilität ist seine vorrangige Aufgabe. Darüber hinaus soll es die Wirtschaftspolitik der Europäischen Union unterstützen. Dabei gilt es, große Schwankungen des Geldwerts zu vermeiden. Die Zielgröße ist hierbei die Inflation. Ein weiteres Ziel einer Zentralbank besteht in einer ausgeglichenen konjunkturellen Entwicklung des jeweiligen Landes.

Um ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern, kaufte die EZB 2010 erstmals Staatsanleihen hoch verschuldeter Staaten.

1. Geldpolitik der EZB

Um die Geldmenge zu regulieren, hält die EZB die Geschäftsbanken in Abhängigkeit. Dazu muss sie auf die Kreditvergabe der Geschäftsbanken Einfluss nehmen, indem sie Geldpolitische Instrumente einsetzt. Forderungen, nach denen das gesamte Instrumentarium der EZB gestaltet wurde, sind:

  • Effizienz (Wirksamkeit mit geringem Mitteleinsatz)
  • Transparenz (Durchschaubarkeit für die Banken)
  • Wirtschaftlichkeit
  • Marktverträglichkeit (Verwerfungen sollen vermieden werden)
  • Dezentralität (in Bezug auf die Umsetzung durch die nationalen Zentralbanken)
  • Kontinuität (die Maßnahmen sollen einer Linie folgen)
  • Harmonisierung (Die verschiedenen Geldpolitiken der ehemaligen Zentralbanken werden vereinheitlicht.)

2. Instrumente der EZB

Die Zentralbank verfügt über Instrumente, um die Geldmenge einzudämmen bzw. zu stimulieren. Der EZB stehen drei Instrumente zur Verfügung. Darunter das Instrument für ständige Faszilitäten, Offenmarktgeschäfte sowie der Mindestreserve.

2.1 Ständige Faszilitäten

Geschäftsbanken können sich ständig bei der Zentralbank Liquidität beschaffen durch Kredite gegen Sicherheiten. Dabei können entweder Wertpapiere in Pension genommen (Wertpapiere welche zu einem festgelegten Zeitpunkt wieder zurückgekauft werden) oder als Pfand beliehen werden.

2.2 Offenmarktgeschäfte

Offenmarktgeschäfte sind Geschäfte der Zentralbank am Geld und Kapitalmarkt sowie der Börse, d.h. auf einem für jedermann zugänglichen, offenen Markt. Dabei gibt die EZB Zentralbankgeld in die Wirtschaft, indem sie kauft, sie entzieht der Wirtschaft Zentralbankgeld, indem sie verkauft.

2.3 Mindestreserve

Die Geschäftsbanken müssen Mindestreserven in Höhe eines festgelegten Prozentsatzes ihrer Einlagen bei der Zentralbank halten. Die Erhöhung oder Senkung des Mindestreservesatzes ist das eigentliche geldpolitische Instrument der EZB.

Zum Weiterlesen ist hier die offizielle Internetseite ecb.europa.eu verlinkt.

Was ist die Europäische Zentralbank? | Aufgaben der EZB