Die Frage „Was ist eine Order?“ verständlich & einfach erklärt!

Eine Order, auch Wertpapierorder, ist der Auftrag zum Kauf oder Verkauf einer bestimmten Menge von Wertpapieren. Die jeweilige Order zum Kauf oder Verkauf kann bei einer Bank oder einem Kreditinstitut persönlich, schriftlich oder mündlich gegeben werden.

1. Bestandteile einer Order

Die Bestandteile einer Order sind im Normalfall:

  • die Angabe, ob gekauft oder verkauft werden soll
  • die exakte Bezeichnung des zu ordernden Wertpapiers durch die zugeordnete Wertpapierkennnummer oder die internationale Wertpapiernummer ISIN
  • die Angabe der Stückzahl des zu ordernden Wertpapiers (Ordervorlumen)
  • die Nennung des gewünschten Börsenplatzes
  • die Angabe der Orderart
  • die Nennung der Gültigkeitsdauer der Order
Was ist eine Order? | Orderauftrag der Apple Aktie

2. Wichtige Arten von Ordern

Insbesondere die gewählte Orderart kann den Erfolg an der Börse maßgeblich beeinflussen. Sie entscheidet darüber, wann eine Order ausgeführt wird. Grundsätzlich wird zwischen Kaufordern und Verkaufsordern unterschieden.

2.1 Kaufordern

Zu den Kaufordern zählen alle Ordern, die den Auftrag haben eine bestimmte Menge von Wertpapieren zu kaufen.

Die wichtigsten Kaufordern sind:

  • Billigst-Order: „Billigst“ bedeutet, dass die Order so billig wie möglich ausgeführt wird. Dieser Ordertyp ist somit ohne Kursbeschränkungen ausgestattet, sodass an der Börse für den Kaufauftrag der billigste Verkaufsauftrag mit gleicher Stückzahl gesucht wird. Billigst-Ordern werden in der Regel sofort ausgeführt.

  • Limitierte Kauf-Order: Ein Kauflimit gibt den Höchstpreis für die Order an. Durch die Angabe eines Limits ist somit, im Gegensatz zur „Billigst-Order“, der Maximalbetrag für die Order bekannt und kann nicht überschritten werden.

  • Stop-Buy-Order: Ein Stop-Buy ist ein vom Anleger im Vorfeld festgelegter Kurs, bei dessen Erreichen ein Kaufauftrag ausgelöst wird. Die Ausführung erfolgt dabei zum nächstmöglichen Kurs.

2.2 Verkaufsordern

Zu den Verkaufsordern zählen alle Ordern, die den Auftrag haben eine bestimmte Menge von Wertpapieren zu verkaufen.

Die wichtigsten Verkaufsordern sind:

  • Bestens-Order: „Bestens“ bedeutet, dass die Ausführung einer Verkaufsorder zum bestmöglichen Kurs geschieht. Die Ausführung erfolgt – analog wie die Billigst-Order – ohne Kursbeschränkungen und in der Regel sofort.

  • Limitierte Verkaufs-Order: Ein Limit bei einer Verkaufsorder gibt den Mindestpreis an, den ein Anleger erzielen will. Die Ausführung einer limitierten Verkaufsorder erfolgt somit nur, wenn das Limit erreicht wird.

  • Stop-Loss-Order: Ein Stop-Loss ist ein vom Anleger im Vorfeld festgelegter Kurs, bei dessen Erreichen ein Verkaufsauftrag ausgelöst wird. Die Ausführung erfolgt dabei zum nächstmöglichen Kurs.