Die Frage „Was ist eine Rezession?“ verständlich & einfach erklärt!

Rezession ist ein Begriff aus der Volkswirtschaft und wird verwendet, um eine Konjunkturphase mit stagnierenden oder negativen Wachstumsraten zu beschreiben. Es liegt also ein wirtschaftlicher Abschwung vor. Dabei wird häufig vorausgesetzt, dass die Wirtschaft im Vergleich zu den vorherigen Perioden in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen zurückgeht bzw. negativ ist.

Oftmals wird hierbei das Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches bei einer Rezession eine negative Wachstumsrate aufzeigt, als Indikator verwendet.

1. Merkmale einer Rezession

Wie zuvor erwähnt, beschreibt eine Rezession einen wirtschaftlichen Abschwung. Dementsprechend lässt sie sich durch folgende Merkmale kennzeichnen:

  • Negative Prognosen für die künftige, wirtschaftliche Entwicklung
  • Rückgang der Nachfrage nach Güter
  • Fehlende Investitionen
  • Überstunden werden abgebaut, Kurzarbeit beginnt
  • Lager sind überfüllt
  • Preise stagnieren oder sinken genau wie Löhne und Zinsen
  • Die Kurse an den Börsen fallen

2. Rezession im Konjunkturzyklus

Der Konjunkturzyklus besteht aus vier Phasen, wovon eine die Rezession darstellt:

  1. Aufschwungphasen: Expansion
  2. Hochkonjunktur: Boom
  3. Abschwungphasen: Rezession
  4. Tiefphasen: Depression
Was ist eine Rezession? | Konjunkturzyklus

Klassischerweise mündet die Rezession in der Depression. Es herrscht hohe Arbeitslosigkeit und das BIP befindet sich auf einem niedrigen Stand.

Beendet wird die Depression durch eine Expansion, in der das Wirtschaftswachstum wieder anzieht. Unternehmen produzieren mehr Güter, stellen Arbeitskräfte ein und die Zukunftserwartung ist positiv.

Es folgt der Boom, wo nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Durch die große Nachfrage steigen die Preise und gleichzeitig erhöhen sich die Löhne. Jedoch sinken die Wachstumsraten des BIP in dieser Phase bereits wieder, wodurch der Konjunkturzyklus erneut startet.

3. Vergangene Rezessionen in Deutschland

In den letzten Jahren war Deutschland im Grunde schon zwei Mal von einer Rezession betroffen.

Zum einen in den Jahren 2000-2003 im Zuge des Zusammenbruchs der sogenannten „Dotcom-Blase“. Ursache für diese Rezession war eine starke Überbewertung neuer Internetunternehmen, die in den folgenden Jahren ihren Umsatz und Gewinnprognosen nicht gerecht wurden.

Zum anderen erfuhr die Bundesrepublik in den Jahren nach 2008-2009 eine starke Rezession. Grund war das Platzen einer Blase am Immobilienmarkt und einer damit einhergehender Finanzkrise.