Die Frage „Was ist Value Investing?“ verständlich & einfach erklärt!

Beim Value Investing handelt es sich um eine längerfristig ausgerichtete Aktienstrategie. Sie zielt auf den Kauf von aktuell unterbewerteten Aktien, um mit der Wertaufholung langfristig Überrenditen zu erzielen.

Demnach impliziert das Value Investing eine Buy and Hold-Strategie. Einmal gekauft, wird das Investment durchgehalten, bis das Ziel erreicht ist. Es handelt sich um einen konservativen Investment-Ansatz. Kurzfristige Spekulationen auf Kursänderungen finden nicht statt. Stattdessen setzt Value Investing auf eine nachhaltige Wertentwicklung im Zeitablauf.

1. Der innere Wert

Die Grundidee des Value Investing basiert auf dem sogenannten inneren Wert einer Aktie (englisch fair value), welcher dem „wahren“ Wert entspricht. Anleger, die Value Investing betreiben, folgen der Annahme, dass aktuelle Kurs unter Umständen nicht dem inneren Wert entspricht. Erst im Zeitablauf tendiert die Kursbildung zum richtigen Wert.

Der Investment-Ansatz besteht folgerichtig darin, Aktien am Markt zu identifizieren, die momentan eine Unterbewertung aufweisen. Das heißt, es wird nach Aktien gesucht, die einen inneren Wert aufweisen, welcher größer als der aktuelle Kurs. Die Bestimmung des inneren Wertes wird auch als Fundamentalanalyse bezeichnet. Diese Werte werden gekauft und solange gehalten, bis der innere Wert erreicht ist. Der Investor erzielt dann nicht nur die übliche Marktrendite, sondern ein Renditeplus in Höhe der Wertaufholung.

Was ist Value Investing? | Diagramm

2. Value Investing Kennzahlen

Wie zuvor erwähnt, wird zur Bestimmung des inneren Wertes eine Unternehmensbewertung anhand der Fundamentalanalyse durchgeführt. Wichtige Value Investing Kennzahlen sind in diesem Zusammenhang:

  • Kapitalrenditen
  • Verschuldung
  • Wachstum des Buchwertes
  • Liquiditätsgrad
  • Free Cash Flow
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
  • Dividendenrendite