Die Frage „Was sind Penny Stocks?“ verständlich & einfach erklärt!

Als Penny Stocks werden Aktien bezeichnet, deren Kurs in der lokalen Währung unter Eins liegt. Beispielsweise im Euro-Raum sind dies also Aktien, die einen Wert von weniger als 1€ aufweisen.

Schaut man nun in die Vereinigten Staaten, ist der Sprachgebrauch etwas anders. Dort gelten Aktien, die unter 5 US-Dollar notieren, als Penny Stock.

1. Kennzeichen von Penny Stocks

Durch die niedrigen Aktienkurse von Penny Stocks lassen sich charakteristische Kennzeichen festlegen.

1.1 Hohe Volatilität

Kennzeichnend für die Mehrheit der Penny Stocks ist ihre enorme Volatilität. Innerhalb eines Tages kann der Kurs von Penny Stocks in beide Richtungen um zweistellige Prozentwerte schwanken. Dies macht Penny Stocks zu einer für Spekulanten interessanten aber auch sehr riskanten Anlageform. Kurzfristig sind enorme Gewinne, jedoch auch ebenso enorme Verlust beim Handel mit diesen Aktien möglich.

1.2 Geringe Liquidität

Die Liquidität auf den Märkten für Penny Stocks ist im Allgemeinen gering. Der Handel mit diesen Papieren findet deutlich seltener statt als der mit anderen Aktien, wodurch Risiken beim Versuch des Verkaufs entstehen. Beispielsweise kann es bei Kurseinbrüchen dazu kommen, dass die ohnehin schon geringe Anzahl an Interessenten weiter sinkt und Notverkäufe somit nur mit einem noch höheren Kursverlust möglich sind.

2. Gefahr bei Penny Stocks

Die größte Gefahr und somit das größte Risiko bei Penny Stocks liegt in der oftmals vorherrschenden Intransparenz. Die Emittenten von Penny Stocks sind meist kleinere und wenig bekannte Unternehmen. Indexbasiert sind Penny Stocks nur selten, da sie meist den Anforderungen der Börsenindizes nicht entsprechen. Somit unterliegen sie auch keiner nennenswerten Regulation und keinen Anforderungen an die Transparenz.

Unternehmensmeldungen wie Geschäftsberichte müssen nicht publiziert werden. Dies erschwert Investoren die Einschätzung des tatsächlichen Wertes und des Entwicklungspotentials der ausgebenden Unternehmen, die Penny Stocks anbieten. Zudem bietet diese Intransparenz Raum für Missbrauch, Gerüchte und Fehlinformationen, die weder belegt noch widerlegt werden können und daher für Anleger beziehungsweise Nicht-Insider problematisch sind.

3. Penny Stocks als Anlageform

Die Kombination aus enormen Kursschwankungen, geringem Handelsvolumen und mangelnder Transparenz machen Penny Stocks zu einer hoch spekulativen und riskanten Anlageform.

Die möglichen Gewinne sind enorm und oft schon innerhalb eines Tages oder weniger Stunden möglich, wovon bestens informierte Daytrader profitieren können. Die ebenso großen möglichen Verluste, gepaart mit der geringen Liquidität sind jedoch Risiken, die stets berücksichtigt werden müssten. Als mittel- bis langfristige und solide Anlageform sind diese Aktien weniger geeignet.